Archive for the ‘coming out’ Category

Bürgerliche, Traditionalisten, hetero Sexisten und Maskulinisten …

Montag, Mai 2nd, 2016

Seit Schwule sich um Informationen für Heterosexuelle bemühen, wurde ihnen immer wieder Widerstand entgegengebracht. In der letzten Zeit griffen Heteros sogar zu Kampfmassnahmen aller Art, wie Demos und politischer Bremsung von Bildungsmassnahmen.

(Siehe arcados.com > Dokumente Emanzipation, Repression > 2005 St. Gallen und 2006 Neuenburg, um auf neuere Vorkommnisse hinzuweisen!)

In den „Hirschfeld Lectures“ ist nun ein Bändchen erschienen, von Elisabeth Tuider und Martin Dannecker, mit dem Titel „Das Recht auf Vielfalt“ (*), welches ich als Antwort auf diverse Vokommnisse in Deutschland verstehe.

In den Anfang 2014 begonnenen Debatten um den Bildungsplan in Baden-Württemberg wurde der Versuch der rot-grünen Landesregierung, geschlechtliche und sexuelle Vielfalt als Querschnittsthema im Schulunterricht zu etablieren, zum Ausgangspunkt von homophoben und antifeministischen Angriffen in den Medien und aus der Zivilgesellschaft.“

Die 9. Hirschfeld-Lectures am 17. September 2015 in Düsseldorf wollten genau diese Diskrepanz aufgreifen… Wie könnte eine – als Querschnittsthema angelegte – Sexualpädagogik der Vielfalt funktionieren? Was wären ihre theoretischen Prämissen und methodischen Ansätze?

Der vorliegende Band fragt nach den Mechanismen und Mustern der homophoben und antifeministischen Angriffe und danach, wie die häufig heraufbeschworene Bedrohung durch eine vermeintliche Sexualisierung einzuordnen ist. Sexualerziehung scheint heute zu einer Streitfrage geworden zu sein, einem Feld, auf dem verschiedene politische Interessen ebenso verhandelt werden, wie Fragen gesellschaftlicher Anerkennung gegenüber geschlechtlicher und sexueller Diversität.“

Beiträge von Burkhard Jellonek, Pädagoge, und Publizist über historische Schwulenverfolgung, Elisabeth Tuider, Sozialwissenschaftlerin an der Universität Kassel, sie hat bereits Erfahrung mit „shit-storms“ und Morddrohungen – sie geht auch speziell auf antifeministische Diskurse ein, und Martin Dannecker, Sozialwissenschaftler, der bereits vor Jahren vor „rollbacks“ warnte.

Derzeit, so meine These, können wir die Re-/Normierungen des Sexuellen über die Diskursivierung (1) von sexueller Vielfalt und einer Sexualpädagogik der Vielfalt beobachten.

Insbesondere die hasserfüllte Rede („hate speech“/Butler) ist das Mittel zur Regulierung und Re-/Konfigurierung von Normalität.“ (Tuider)

Ich bin der Ansicht, dass sich Definitionen aus Selbstbestimmungen der Betroffenen ergeben sollten und nicht aus irgendwelchen „politischen Korrektheiten“. Das fing in den 70er Jahren in der Schweiz damit an, dass sich die „Schweizerische Organisation der Homophilen“ in eine der Homosexuellen umbenannte. Die Homosexuellen-Organisationen der öffentlich Auftretenden nannten Schwul- und Lesbischsein ‚beim Namen‘!

Heute ziehen sich Junghomos und Homo-Lobbyisten eher wieder auf „die Liebe“ zurück. Wie LondonJames (*1985) so schön schreibt: „Und wenn sie die normalen Rechte haben wollen, sprich heiraten, heisst es in den Akten schlicht und einfach: verheiratet. Dann braucht es weder ein coming out am Arbeitsplatz oder sonst wo. Man wird nicht blossgestellt.“ (2)

Nebst der „Zurückhaltung“ der Betroffenen wollen aber bestimmte politische Kreise auch wieder zur traditionellen Politik der Angstmacherei zurückkehren. Heute geht das über die Schiene der angeblichen „Sexualisierung“ von Kindern und – wie Peter Winkler in der NZZ kürzlich feststellte – in den USA mit der Angst vor „Transsexuellen“. (3)

Diese Kreise beschränken sich bei weitem nicht auf Klerikale und Religionsgläubige und umfassen auch Frauen aus allen Schichten. Ich glaube, dass diese Ängste auf der Basis der Verfügungsgewalt über die „Früchte der Fortpflanzung“ politisch aktiviert werden können. Wir sehen das auch bei Kindesentziehungen und – Entführungen – nicht nur über Kulturen und Traditionen hinweg. Das Kind ist (möglichst lange natürlich) Eigentum der Familie, oder der Mutter, oder des Vaters. Wir sehen das an Familien, die ihre Kinder in den eigenen Räumen „schulen und ausbilden“ wollen, zum Beispiel nach biblischen Grundsätzen! Witzig daran ist, dass diese Kreise nicht sehen, dass sie selbst das praktizieren, was sie „anderen Religionen“ vorwerfen!

Ängste (Homophobie) schüren ist das eine, aber es gibt auch feindliche Stellungnahmen aus beschränkter Sicht, oder beharrlicher Realitäts-Verweigerung, wie beim Antisemitismus auch. Meinungen sind immer verdächtig, bereits „gefressen“ zu sein, weil sie angeblich ihrem Träger Sicherheit vermitteln sollen, oder seine eigene unbewusste „Betroffenheit“ überdecken müssen.

Ein weiteres Beispiel bildet die sexualpädagogische „Umerziehung“, die mit der Gender-Debatte an die politische Wand projiziert wird. Dabei sollten die Heterosexisten eigentlich wissen, dass ihre „Hetero-Umerziehung“ von Schwulen ja auch nicht funktioniert. Also grosse Verdrängungsleistungen nach allen Seiten. Auch Homosexuelle sind selber davon betroffen, wie ich oben am Beispiel von LondonJames dargelegt habe.

Doch im selben Zeitraum wird medial nicht nur „Sexualisierung“ sondern auch Missbrauch diskursiv mit dem sexualpädagogischen Reden über Sexualität verbunden.“ (Tuider)

Inwiefern sexuelle Minderheiten aber von der Mehrheit missbraucht werden, ist kein abendfüllendes Thema. (Die Diskussion über die Mehrheit habe ich schon 2009 geführt! arcados.ch > Heterosex > Welche Mehrheit?) Die Diskussion dreht sich nur darum, wie die allgemein als herrschend und frauschend eingeschätzten Normen und Mehrheiten (durch selbstverständlichen Missbrauch gegenüber Minderheiten) möglichst vollständig „eingehalten“ werden können. Dabei ist das im wortwörtlichen Sinne eine sich selbst fortpflanzende Doppelmoral/Illusion.

Hasserfüllte Sprache und Postings sind eine Form von Gewalt, ähnlich wie Blicke unter Frauenröcke. Dabei lernten wir in der Schwulenbewegung, damit umzugehen und die Formen und Wirkungen einigermassen zu verstehen. Das fehlt heute den Junghomos und Lobbyisten weitgehend wieder.

Martin Dannecker nimmt in seinem Beitrag das Problem bei den Hörnern! „Dass die Sexualpädagogik der Vielfalt diese Idealisierung der Heterosexualität, die immer mit einer Abwertung der nicht heterosexuellen Sexualitäten einhergeht, unterläuft, ohne freilich der heterosexuellen Orientierung und heterosexuellen Lebensformen ihr Recht abzusprechen, wird ihr von den KritikerInnen rachesüchtig vorgehalten.“

Er meint, dass die Hierarchie der „besseren“ Orientierung oder Lebensweise durchbrochen wird, um mehr Gerechtigkeit herzustellen gegenüber all „den anderen“. Nun, diese Diskussion stellt sich ja wiederum bei der Forderung nach Öffnung der Ehe, mit Verlaub! 😉 Meiner Ansicht nach findet schon längst eine Heterosexualisierung der Homos statt und nicht umgekehrt, wie behauptet wird.

Die Erkenntnis, dass es seit dem Talmud in allen Schriften kulturell darum ging, Normale in ihrer Normalität zu bewahren, während eigentlich die „Anderen“ nicht so interessant waren, sollte sich endlich weiter verbreiten. Ausserdem war die sexuelle Praktik zwischen Männern immer ein Ärgernis unter vielen anderen, die heute übrigens auffälligerweise keine Rolle spielen…

Mit Pornografie im Internet kommen Jugendliche heutzutage fast alle in Berührung. Allerdings gibt es in dieser Hinsicht bedeutsame geschlechtsspezifische Differenzen. Mädchen sind weitaus weniger an Pornografie intereressiert als Jungen.“ (Dannecker)

Mit Verlaub, Herr Professor, darüber nachzudenken würde sich sicher lohnen – besonders aus dem schwulen Blickwinkel! Ich erinnere daran, dass die „Pornografisierung“ in der Gesellschaft vor allem dazu dient, Männer an die Frauen als Lustobjekt zu erinnern, während Sex unter Männern immer konsequent kriminalisiert worden ist. (4) Da passt irgendetwas in der Natur nicht zueinander… 😉

Der Sexualpädagogik fällt die Aufgabe mit Jugendlichen über ihre sexuellen Erfahrungen im Netz zu reflektieren – wozu selbstverständlich auch das vor allem an Mädchen herangetragene Sexting, also das Herstellen und Weiterleiten von sexuell aufgeladenen Bildern – auch deshalb zu, weil sie darüber mit ihren Eltern in der Regel nicht sprechen wollen oder können.“ (Dannecker)

Hier ist auch die Frage zu stellen, welche Gründe das haben mag! Weiter unten weist Dannecker nochmals auf die individuelle Eigenheit von Jugendlichen und ihrer Sexualität hin, die sie von ihren Eltern trennt. Dazu gehört aber auch die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche – um es mal ganz allgemein zu formulieren – ihre Eltern fast immer als asexuelle, zumindest auch a-erotische Menschen erleben. Und hier wiederum die Tatsache, dass homosexuelle Männer sich viel öfter Zärtlichkeiten oder Berührungen zukommen lassen. Dies wird aber als „Jugendgefährdung“ interpretiert, besonders bei schwulen Eltern – bei lesbischen wird es nicht dramatisiert.

Peter Thommen_66, Buchhändler, Schwulenaktivist, Basel

Tuider/Dannecker: Das Recht auf Vielfalt. Aufgaben und Herausforderungen sexueller Bildung, Hirschfeld Lectures Bd. 9, Wallstein Verlag 2016, 50 S. CHF 13.50

1) gemeint ist die aktive methodische Einflussnahme auf Definitionen und Begriffe in der Sprache

2) siehe swissgay.info nr. 5, März 2016

3) NZZ vom 15. April 2016

4) Ich erinnere mich an ein Telefonat mit jemandem von der damals zuständigen Bundesanwaltschaft in Bern, der dazu nur sagte: Bei den Frauen sieht man ja halt nichts…

Siehe auch meine Bemerkungen über „Frauen und Schwänze“ > Thommens Senf (arcados.com)!

Siehe auch > Küsse öffnen die Welt (NZZ)  Wie schwierig Genderdiskussionen sind, zeigen die Postings/Leserbriefe unterhalb der Buchbesprechungen!

Mein Kind liebt anders. Ein Ratgeber

Freitag, Februar 22nd, 2013

Ein Ratgeber für Eltern homosexueller Kinder. Leider erfahren die meisten Eltern von der sexuellen Orientierung ihrer Kinder erst, wenn diese bereits angenommen und weitgehend verarbeitet worden ist. Damit ergibt sich eine Differenz zwischen ihnen, die auch nicht mehr aufzuholen ist. Die meisten Eltern sind nicht neugierig, was ihr Kind alles mitbringt, auch in der Sexualität. Sie haben schon Pläne für deren späteres Leben und welche Rolle sie ihnen auch später in Bezug auf sie selber zudenken! (Enkelkinder, Grossmutti, etc.)

Es handelt sich dabei immer um denselben heterrorsexuellen Kreislauf, mit denen sich Eltern auch ihr „ewiges Leben“ vorstellen. Weiterleben in den eigenen Kindern…

Diese Fantasien sind meist schon sehr weit gediehen, wenn das Kind dann überhaupt wagt, sich zu melden mit seiner Realität. Aggressive Reaktionen, Verzweiflung, Angst oder Hass sind dabei die „normalen“ Begleiterscheinungen in den heterosexuellen Familien. Rauchfleisch bietet mit seinem Buch wenigstens einen Ansatzpunkt für eine Realitätstherapie, die aber nur wenige Eltern wirklich in Angriff nehmen wollen…

Rauchfleisch gibt eine informative Einleitung über die Theorien und ihre Ernsthaftigkeit. Im weiteren behandelt er die bekannten Geschlechterklischees über Schwule und Lesben und kommt zur Erkenntnis, dass sie weitgehend nicht mehr „stimmen“, auch wenn sie noch vorhanden sind und oft auch von später heterosexuellen Kindern ausgefüllt werden.

Bei den Konflikten zwischen homosexuellen Kindern und Eltern wird sichtbar, dass es auch versöhnliche Szenen geben kann. Aber dass sich Mütter gegen ihre Partner wenden und sich mit den Kindern solidarisieren ist nicht häufig. Der klassische Konflikt ist der zwischen Sohn und Vater, über denjenigen zwischen Mutter und Tochter ist weiterhin weniger bekannt. Aber es gibt nicht nur den familiären Konflikt, der von Geschlechtsrollen und –Bildern gesteuert wird. Die Familie ist auch selber Teil der gesellschaftspolitischen Auseinandersetzung, wie Claudia Müller in ihrer Studie feststellt. (1) Mütter reagieren in der Regel „verhaltener“ als die Männer mit direkten Aggressionen.

Separat wird die Gewalt gegen „Schwules“ in der Schule thematisiert und mit Tipps ergänzt. Leider sind Pädagogen recht zurückhaltend mit diesem Thema, obwohl es auch Studien und Besuchsgruppen mit Erfahrungen darüber gibt! (2) Aber auch im Beruf und im öffentlichen Raum gibt es Gefahr für „Unmännliches“, sofern es eben sichtbar wird.

Speziell nimmt sich Rauchfleisch auch der Diskriminierung durch die „abrahamischen Religionen“ an.

„Die Zeiten sind vorbei, in denen homosexuelle Menschen in erheblichem Masse diskriminiert wurden und gefährdet waren. Heute wird etliches unternommen, z.B. in Schulen, um die Gewalt gegenüber Lesben, Schwulen und Bisexuellen einzudämmen bzw. zu unterbinden. Auch in den Kirchen und im Hinblick auf die rechtliche Situation ist derzeit in unserer Gesellschaft viel im Fluss. Sie können Ihrer lesbischen Tochter oder Ihrem schwulen Sohn eine grosse Hilfe sein, wenn Sie Ihr Kind in schwierigen Situationen unterstützen und sich für die Verhütung von Gewalt, z.B. im Rahmen von Präventionsprojekten, einsetzen.“ (S. 66)

Am Ende eines jeden Kapitels bringt Rauchfleisch das Wichtigste übersichtlich auf den Punkt

„Je offener hingegen das Klima im Elternhaus ist, in dem die Kinder aufwachsen, desto unproblematischer ist es für sie (die Kinder, Th) sich ihrer gleichgeschlechtlichen Orientierung bewusst zu werden, sie zu akzeptieren und in die zweite Phase des coming out einzutreten, in der sie ihr Umfeld über ihre Homosexualität informieren. Häufig sind es nicht die Eltern, denen sich die Kinder zuerst anvertrauen, sondern die Kameradinnen und Freunde, bei denen die homosexuellen Kinder spüren, dass sie von deren Seite keine Ablehnung, sondern Akzeptanz und Unterstützung erfahren werden.“ (S. 71)

Das „coming out“ der Eltern ist etwas ganz spezielles. Hier wird die politische Dimension der Sexualität in der Gesellschaft definitiv sichtbar. Wie ist das Verhalten gegenüber den Verwandten, Nachbarn und an diversen Anlässen. Besonders wenn danach gefragt wird, ob die Kinder nun Heiratsabsichten haben oder nicht! Bei der Gleichstellung mit der Hetero-Ehe wäre es ein leichtes, zu antworten, wenn das Geschlecht der Partner jeweils offenbleiben könnte! 😉

Die Vernetzung der Schwulen und Lesben mit Anderen war in der Schwulenbewegung etwas Wichtiges. Heute hat dies leider an Bedeutung verloren. Eltern vernetzen sich noch weniger. Aus Scham und aus bürgerlicher Feigheit vor dem „gesellschaftlichen Feind“! 😉

Die Beziehungen zwischen Eltern und ihren homosexuellen Kindern sollten möglichst positiv verändert werden können. Dies ist ein offen referiertes Postulat von Rauchfleisch, hängt aber weitgehend von einer Kooperationsbereitschaft der Eltern ab. Sogenannte „geschlossene“ Familien bekunden auch Mühe im Umgang mit den gleichgeschlechtlichen PartnerINNen ihrer Kinder. Ganz zu schweigen von den „Schwiegereltern“.

Nun, die Schwulen haben da meist eine pragmatische Vorgehensweise gewählt. Was nicht unbedingt sein musste, wurde einfach unterlassen. Manchmal kann es auch peinlich sein, wie „Schwiegereltern“ oder „Schwager“ miteinander umzugehen versuchen. Und zwei Männer legen wohl auf Anderes mehr Wert als zwei Frauen…

„Wie ich in Kapitel 1 ausgeführt habe, stellen bisexuelle Menschen eine eigenständige Gruppe dar. Sie sind weder Heterosexuelle, die Eskapade in „exotische Gefilde (nämlich in homosexuelle Beziehungen) unternehmen, wie ihnen mitunter von Heterosexuellen vorgeworfen wird. Noch sind sie verklemmte Lesben und Schwule, die sich in heterosexuellen Beziehungen verstecken, weil sie nicht den Mut haben, sich zu ihrer Homosexualität zu bekennen, wie die Kritik von Seiten der Lesben und Schwulen mitunter lautet. Beide Ansichten sind indes falsch und werden bisexuellen Menschen nicht gerecht. Ihr sexuelles Begehren und ihre erotischen und sexuellen Fantasien richten sich nämlich auf beide Geschlechter.“ (S. 137)

Das ist zwar eine an sich richtige Feststellung, ermangelt aber der realistischen gesellschaftspolitischen Einordnung. Sie unterschlägt auch die Erfahrungen, die Homosexuelle mit Bisexuellen im Allgemeinen machen und auch die Haltung, die Bisexuelle ihren gelegentlichen, oder parallelen PartnerInnen gegenüber zum Ausdruck bringen. Mit Schuldzuweisungen kommen wir nicht weiter. Ich möchte hier nur die unterschiedliche Wertzuschreibung anführen, die der weiblichen und der männlichen Homosexualität entgegengebracht wird. Das schlägt quasi auf beides zurück!

„Die Irritation, die bisexuelle Menschen spüren, betrifft indes nicht nur sie selbst. Wenn sie, wie im fingierten Beispiel Ihr Sohn, in einer heterosexuellen Partnerschaft leben, hat die Entdeckung der Bisexualität auch direkte Konsequenzen für den heterosexuellen Ehepartner. Im Falle Ihres Sohnes würde die Ehefrau mit einer Situation konfrontiert sein, der sie völlig unvorbereitet gegenübersteht. Dass sich ihr Mann unter Umständen in eine andere Frau verlieben könnte, mag ein Gedanke sein, mit dem sie sich schon beschäftigt hat. An einen Mann als Konkurrenten hat sie aber vermutlich noch nie gedacht. Das verunsichert die Ehefrau eines bisexuellen Mannes im Allgemeinen enorm, zumal sie – wahrscheinlich zu Recht – spürt, dass sie keine Chance hat, wenn sie gegen einen anderen Mann „antritt“.“ (S. 137/138)

Die Regel besteht darin, dass eine „doppelte Frau“ wohl eher von einem Ehemann akzeptiert wird, als ein „doppelter Mann“ von einer Ehefrau. Daher werden aussereheliche Partner meistens geheim gehalten. Von den Kindern der Beteiligten mal ganz zu schweigen. Hier kommt nun das bürgerlich-eheliche Element sehr stark zum Ausdruck! Bisexualität ist ebenso ein Spiel wie die Heterosexualität. Abgesehen von der bürgerlich verstandenen „Liebe“ sind die Teilnehmer austauschbar. Frauen eher noch als Männer. Daher sind homosexuelle Teilnehmer einer heterosexuellen Beziehung auch marginalisiert und entwertet. Das ist die Folge der heterosexuellen Dominanz, die sich wiederum auf die Fortpflanzung stützt.

Als homosexueller Partner von heterosexuellen Männern weiss ich aber seit Jahren, dass die Homosexualität eine Ergänzung der heterosexuellen Bedürfnisse und Partner darstellt und nicht einen schalen Ersatz derselben. Die Praktik vieler bisexueller Männer, zwischen den Freundinnen „über den Hag zu fressen“ und dann wieder eine zeitlang brav hetero-monogam zu sein, drückt dies gut aus. Vielleicht meinte Rauchfleisch Ähnliches wie ich, wenn er ein Kapitel über die „Homosexualität als eine besondere Begabung“ angefügt hat. Verschiedenheit von Anderen als quasi „evolutive Chance“ (Diversity) in Teamarbeit und Gesellschaft.

Die Regenbogenfamilien mit den jeweiligen in die Partnerschaft gebrachten Kinder, sowie mögliche gegenseitige Adoptionen gehören heute berücksichtigt und diskutiert. Womit gesellschaftspolitisch klar ist, dass sich Homosexuelle auch fortpflanzen können, oder wollen. Meist wird ja nur das Gegenteil behauptet…

Letztlich enthält Rauchfleischs Buch noch ein Kapitel, das selten Erwähnung findet: Lesbische Mütter/homosexuelle Väter und ihre homosexuellen Kinder. So einfach das auf den ersten Blick erscheinen mag, so kompliziert kann es aber auch werden.

„Eine völlig andere, für alle Beteiligten ungleich schwierigere Situation besteht indes, wenn Sie Ihre Homo- oder Bisexualität nicht offen leben. Bereits die vage Vermutung, Ihr Kind könnte homosexuell sein, aber erst recht die Gewissheit, dass dies eine Tatsache ist, wird Sie in diesem Fall wahrscheinlich in grosse innere Probleme stürzen, sehen Sie sich doch mit mehreren, für Sie heiklen Problemen konfrontiert:

So könnte sich die Umgebung beispielsweise fragen, „woher“ denn die Homosexualität Ihres Kindes kommt, ob unter Umständen Sie homosexuell sind. Oder Ihr Kind könnte im Verlauf seines coming outs Ihnen diese Frage stellen…“ (S. 163/164)

Es gibt in der erotischen homosexuellen Literatur immer mal wieder Szenen, in denen sich die Familie in der homosexuellen Szene begegnet. Aber das ist nicht die Regel. Ich selber bin auch schon einigen Jungs begegnet, die sich in ihre Väter verliebt haben und unbedingt mit ihnen Sex haben wollten, aber nicht wussten, wie sie es ihnen sagen sollten. Und ich kenne auch einen Fall in einer Familie in Österreich, in der das Inzesttabu überschritten oder ignoriert wurde. Es ist schwierig, mit solchen Situationen umzugeben, aber auch ich hatte als junger Teenager keine andere Wahl, als von meinen Cousins zu schwärmen, oder gar einen zu verführen! 😉

Es ist in jedem Falle zu empfehlen, dass sich Familien – egal welcher Zusammensetzung – sozial öffnen und Aussenkontakte zulassen. Wir sollen ja nicht in ihnen versauern.  Peter Thommen_63, Schwulenaktivist, Basel

Udo Rauchfleisch. Mein Kind liebt anders, Patmos 2012, 184 S. CHF 19.–

Siehe auch meine kritische Einordnung auf gaybasel: Die Bringschuld der Eltern

sowie: Kinder dürfen SO und „anders“ lieben

1) Claudia Müller (Pädagogin): Mein Sohn liebt Männer, 2008, eine qualitative Studie über 5 Mütter)

2) Stefan Timmermanns: Keine Angst, die beissen nicht! Evaluation schwul-lesbischer Aufklärungsprojekte in Schulen, lambda-nrw 2003

Einen Regenbogen im Brillengestell

Sonntag, April 17th, 2011

Das hat nicht jeder. Für Patrick Bowien (30) aber ist das auf dem Titelbild das richtige Symbol für seine Identität als Schwuler. Die an die 60er Jahre erinnernde Frisur lässt zuerst auf einen Mädchenkopf tippen. Aber so ist das mit der Identitätsfindung in der männlichen Homosexualität: Keiner will „so sein“ wie „der Andere“, aber trotzdem müssen wir zueinander finden. Für ihn ist das „gaynau richtig“.

Da hat sich einer daran gemacht, die Geschichte, die Umstände, und selbst HIV aufzuarbeiten und zu sich selbst zu finden. Der Weg ist doch das Ziel! Daneben schrieb mir kürzlich ein 22jähriger Bisexueller, er wisse doch schon alles und brauche keine Bücher zu lesen. Kein Weg führt auch zu keinem Ziel…

Ich war etwas überrascht über Bowiens vertiefte Arbeit, die er in einem Buch veröffentlichte. Etwas überrascht war ich auch, dass der 22jährige Junge befand, er wisse doch schon alles. Zwischen den beiden liegen nur rund 10 Jahre.

„Dieses Buch zu schreiben war eine persönliche Herausforderung. Neben Stress und Verzweiflung brachte es mir jedoch auch Lernen über die Identitätsfindung in der Homosexualität und über das professionelle zielgerichtete Schreiben eines Buches.“ (Vorwort)

Doch dies scheuen die meisten Jungs. Sie möchten ihre sexuelle Orientierung möglichst lange in der Schwebe behalten und sie schliesslich einem Schicksal anheim stellen, das sie dann nicht zu verantworten haben. Nach dem Motto: Etwas bi schadet nie…

Bowiens Arbeit ist eine ausführliche Zusammenstellung der Fakten, wie sie viele schwule Jungs und Männer immer wieder für „Selbstvertiefungsarbeiten“, Semesterarbeiten, oder Schulvorträge zum Zweck ihres coming outs in Ausbildungsinstitutionen erarbeiten. Ein Crashkurs durch Geschichte, Kultur und Politik und wie diese die Homosexualität einordnen. Auf die einschneidende persönliche und politische Rolle von HIV-AIDS geht er in einem ausführlichen Kapitel ein.

Darauf aufbauend beginnt ungefähr in der Mitte des Buches der Text über die Selbstfindung. „Die vorangegangenen Kapitel bildeten die Basis, auf der der homosexuelle Mensch sozialisiert wird. Diese Basis bestimmt das Fremd- und Selbstbild und beeinflusst den Prozess der Identitätsfindung wesentlich.“ (S. 61)

Er beruft sich auf wichtige Autoren der letzten Jahre und Jahrzehnte und zitiert ausführlich aus Büchern von Rauchfleisch, Hofsäss und vor allem Wiesendanger. Sein Studium der Sozialpädagogik gibt ihm auch die Knackpunkte fürs frühe jugendliche coming out vor. Diese werden weitgehend von den pädagogischen Institutionen übersehen. Bowien macht klar, dass viele Jugendliche bis ins Erwachsenenalter hinein der besonderen Beratung bedürfen, um nicht in pubertärer Opposition und an den gnadenlosen Regeln von Heterror und kommerzieller Szene zu scheitern. Er gibt auch handfeste Tipps für Beratungen und heterosexuelle Therapeuten. Aus der Sicht emanzipatorischer Sozialpädagogik ist es besonders wichtig, „nicht auf die Integration von homosexuellen Menschen in die heterosexuelle Gesellschaft hinzuarbeiten, sondern die Autonomie der Homosexuellen zu stärken. Auf diese Weise wäre ein homosexuelles Leben in psychischer Gesundheit in einer Gesellschaft wie sie heute besteht, leichter zu realisieren.“ (S. 87)

Drei personenzentrierte Interviews (nach Rogers) schliessen das Buch ab. Mit homosexuellen Männern der Jahrgänge 1928, 1958 und 1987, die er ausführlich kommentiert.

Bowiens Buch hat mir einmal mehr vor Augen geführt, dass es noch immer einer intellektuellen Anstrengung bedarf, um – jenseits der Nachahmung heterosexueller Normen – ein persönlich eigenständiges und selbstverantwortetes Leben in und mit der Homosexualität zu führen. Diese Anstrengung ist lebenslang gefordert! Die erleichterte „Einbürgerung“ mittels gesetzlicher Lebenspartnerschaften kann dies niemals ersetzen!

Peter Thommen, Schwulenaktivist (61)

Patrick Bowien: Gaynau richtig! Identitätsfindung in der männlichen Homosexualität, Tectum 2011, 120 S., CHF ca. 27.- (€ 19.90)

(Das Buch ist in Basel auch bei gay-mega-store erhältlich)

Siehe auch die Bücher von Wiesendanger: Vertieftes coming out, sowie Das Kind im schwulen Mann

Innenansichten eines gay Teenagers

Donnerstag, Januar 6th, 2011

Schon am Anfang dieses Buches, das in London und Umgebung handelt, musste ich mehrmals laut lachen und öfters schmunzeln über die Schreibe von Will Davis. Und mit seiner brutal-ehrlichen und schräg-sarkastischen Erzählweise zog der heute 30jährige Autor mich in seinen Bann und in sein Leben hinein. Mich beeindruckte einfach der Titel: „Meine Sicht der Dinge“, denn da ist einer nicht zu feige, Stellung zu beziehen!

Davis wurde 1980 geboren und wuchs in den Herrschaftsjahren von Margareth Thatcher auf, deren Regierung bekanntlich jegliche staatliche Hilfe für Homosexuelle verboten hatte. (Clause 28)

Sein Leben spielte sich im Haus seiner spröden Familie, sowie in der Schule ab. Seine beste Freundin ist eine Mitschülerin, seine Schwester ist gläubig und auf der Schule hat es Nazis, die mit Messern herumfuchteln

„Es ist aber nicht so, dass in meiner Story sehr viele aufregende Sachen passieren werden; ich will ja nicht lügen. Und das war auch schon der Hinweis. Ich wollte eigentlich noch irgendwas faseln, dass ich mich nicht als total toller Erzähler aufspielen will, der die Leute für sich gewinnen möchte, aber das wäre bloss Zeitverschwendung. Und wenn ihr deshalb jetzt nicht weiterlesen wollt, dann ist mir das scheissegal.“ (S. 7)

Es gibt eine Menge Streitereien in dieser Familie und an der Schule, die er gerne mit Aussprüchen wie: „Bring es doch bitte hinter uns!“ kommentiert. Was nicht heisst, dass er nicht auch mal den jungen Baum über dem Katzengrab seiner Schwester zertrampeln kann, oder dem Erdkundelehrer eine haut, weil er ihn aus der Schwulendisco hinauskomplimentiert hat.

Jarold, oder besser Jaz – wie er genannt wird – ist aus seinem Leben heraus so frech, wie das Leben oder die Leute auch zu ihm sind.

„Ich weiss nicht, was mit mir los ist, aber ich verspüre oft den Drang zu lächeln, wenn jemand versucht, mir gegenüber ernst zu sein. Dieser Jemand ist in der Regel Mum, also ist das nicht so schlimm, aber ein-, zweimal ist es mir bei Lehrern passiert, und das hat mir eine Menge Aerger eingebracht. Ich fühle, wie es jetzt in mein Gesicht kriecht, wie ein Wurm.“ (S. 15)

Gerade ist sie in sein Zimmer geplatzt, für das er keinen Schlüssel hat, aber manchmal einen Schaft vor die Türe schiebt.

„Ich weiss, es ist hart für dich, Jaz, sagt sie. Ich denke an meinen harten Schwanz und daran, wie recht sie hat. Warum kann sie nicht einfach gehen? Aber stattdessen hört sie nicht auf, zu beteuern, wie sehr sie mich liebt, aber ich wäre so verschlossen, und sie wüsste, wie schwierig das alles sei, aber manchmal habe sie keine Ahnung, was in mich gefahren wäre und ich solle mich doch ein bisschen mehr öffnen. Die Frau macht eine Anspielung nach der anderen. Ich versuche krampfhaft, zu nicken und mein Kichern in ein Räuspern zu verwandeln, aber auf einmal sagt sie: Ich will meinen kleinen Jungen Jarold zurückhaben, und das in einer so sentimentalen Stimme, dass ich mich nicht mehr beherrschen kann. Ich: Komm drüber hinweg, und dann sagt sie mir, ich wäre herzlos, aber wenigstens kommt die Botschaft bei ihr an und sie verschwindet. Natürlich ist mein Ständer mittlerweile auch verschwunden.“ (S. 16)

Nun schickt er seiner besten Freundin eine SMS: OGOTT ELTRN HABEN GRAD RAUSGEF, DASS I SCHWUL BIN VOLL SCH, MORGN MHR!

Am anderen Morgen nimmt sein verhängnisvolles schwules Leben seinen Lauf, weil diese im Bus nicht ihren Mund halten kann und vor Aufregung plappert…  Schnell erreicht dieses Wort die Schule und macht die Runde. Das gibt Schwierigkeiten mit Arschgesicht und Bulldogge.

„Fabian lässt seinen Blick zwischen uns schweifen und kichert wie eine alte Hexe. Er sagt (zu ihr): Pass nur auf Schlitzi, sonst steche ich dir und deinem kleinen Schwuchtelfreund die Augen aus.

An dieser Stelle fühle ich mich dazu aufgefordert, auch einen Gesprächsbeitrag zu leisten: Geh doch bitte eine Kettensäge ficken, ja?

Fabian schenkt uns diesen comicartigen Bösen Blick, den er wahrscheinlich daheim vorm Spiegel übt, und zeigt dann sein Zungenpiercing.“ (S. 18)

Davis kann sehr genau beschreiben und streut seine neunmalklugen oder altklugen Gedanken in seine Texte hinein, so dass wir uns gleich in ihm drin fühlen. Wir erfahren all das, was Teenager nie gefragt werden, oder auch nicht freiwillig erzählen würden. Er schenkt uns einen Text, der frei ist von Sexualzensur, aber dennoch moralisch gefärbt. Einer Moral, die sich aus den Erfahrungen ergibt, die er noch und noch macht.

Manchmal spult er sein Leben einfach etwas vor, weil er unbedingt etwas erklären muss. Manchmal blendet er zurück und erinnert sich an Vergessenes. Er will aus seinen Kinderhosen hinaus und Mum und Dad wollen ihr Kind „so behalten“. Das klassische Drama einer bürgerlichen Familie halt, die das wohl nie begreifen werden.

Jaz und Al – so heisst seine beste Freundin – besuchen also die gay disco in Brighton, und Jarold begegnet da auch „seinem Typen“, bei dem er zu landen versucht und erst beim zweiten Anlauf an die Mobile-Nummer und Adresse herankommt. Al schiebt ihm später auch eine „E“ in den Mund und Jaz fliegt ganz schön auf die Droge, während deren Wirkung er sich später von dessen älterem Wohnpartner zum erstenmal und – blutig – ficken lässt.

Witzig sind die Szenen beim Psychiater, zu dem er seine Eltern begleiten soll. Jedenfalls schafft seine Mutter einen Turm „Selbsthilfebücher“ an und am Schluss hat dieser Fachmann noch ein Verhältnis mit Jaz’ Erdkundelehrer.

Es wird dem Leser also selten langweilig, gibt viel zu lachen und über Jarolds Gedanken auch nach-zu-denken. Er spielt nirgendwo die „armes-Opfer“-Rolle, auch wenn er immer mal wieder „sehr tief fällt – tiefer geht’s nimmer“ – er nimmt die Herausforderungen an.

Ich denke, der englische Text hat offenbar eine sehr gute Übersetzung bekommen, die sich nicht nur auf ein „hey krass, Alter!“ beschränkt.

Ich hoffe Ihr habt auch so viel Vergnügen an einem Jugendbuch, das übrigens auch von „heteromässig“ daherkommenden Jungs gelesen werden kann (Zunge-raus-streck!)  Peter Thommen, Buchhändler

Nun meine Kollegen aus Wien:

„Will Davis lässt Jaz ein ziemlich konventionelles Leben führen und seine Ausbruchsversuche und Ansprüche an Eigenständigkeit zielen darauf, in Ruhe gelassen zu werden und den Massstäben der eigenen Normalität genügen zu können… Jaz ist etwas Besonderes, gerade weil er sich solchen vergleichenden und damit von aussen an ihn herangetragenen Massstäben gar nicht stellt. Seine Besonderheit liegt gerade in seiner Normalität, ein vermeintliches Paradoxon, dass der Roman erzählerisch wie sprachlich überzeugend vorführt – fesselnd, weil Jaz‘ einerseits aus der Ich-Perspektive erzählt – aber es eben nicht „seine Geschichte“ ist, sondern „seine Sicht der Dinge“. (Aus dem Text von Veit G. Schmidt, Löwenherz, Wien)

Will Davis: Meine Sicht der Dinge, Roman, Bloomsbury 2007, Bruno Gmünder, 2010 , 235 S.  ca. CHF 24.-

In Basel erhältlich bei ARCADOS und gay-mega-store, aber wohl nicht in jedem Buchladen – grins!

Hier einige Links über den Autor:  seine Homepage

Wie das Buch den Weg in die Oeffentlichkeit fand

Reviews: greatgayreads, media-culture

Davis’ zweites Buch Dream Machine

Wie er mir per email geantwortet hat, schreibt er bereits am dritten Buch!